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Durch Hunger und Mangelernährung ist das Immunsystem geschwächt, besonders Kinder fallen dadurch Krankheiten leicht zum Opfer. Foto: Dagmar Buck
Schon die nackten Zahlen sind unfassbar. Laut Welternährungsorganisation (FAO) sterben täglich 16.000 Kinder an den Folgen von Hunger. Jeder achte Mensch auf der Welt hungert – eine unvorstellbare menschliche und politische Tragödie. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Hunger weltweit das Gesundheitsrisiko Nummer eins. An Hunger sterben mehr Menschen als an AIDS, Malaria und Tuberkulose zusammen.
Nach der Definition der Vereinten Nationen hungert ein Mensch, wenn er weniger zu essen hat, als er täglich braucht, um sein Körpergewicht zu erhalten und seine Arbeit zu verrichten. Laut FAO braucht ein Mensch durchschnittlich etwa 1.800 bis 1.900 Kilokalorien, um seinen Stoffwechsel und wichtige Organfunktionen aufrecht zu erhalten. Alles, was darunter liegt, führt zu Unterernährung.
Bei weniger als etwa 1.400 Kilokalorien täglich spricht man von extremer Unterernährung und chronischem Hunger. Andauernder Hunger und Unterernährung führen zu einer Reihe von gravierenden Mangelkrankheiten, die die Entwicklung und die Leistungsfähigkeit der Betroffenen dramatisch verschlechtern. Die Betroffenen werden müde und apathisch und sind nicht mehr in der Lage, sich für sich selbst und für die Verbesserung ihrer Situation einzusetzen. Die Abwehrkräfte gegen Krankheiten nehmen stark ab. Normalerweise harmlos verlaufende Krankheiten wie Husten oder Durchfall können dann tödlich sein. Für mehr als 800 Millionen Menschen ist Hunger chronisch.