x
Zu den Inhalten springen

Servicenavigation

Brot für die Welt

Hauptnavigation

niemand is(s)t für sich allein
Ernährungskrise

Mangel durch Überfluss

Auf dem Vormarsch: Fastfood.

Zum Jahrtausendwechsel meldete das renommierte Worldwatch Institut in Washington, dass erstmalig in der Geschichte der Menschheit die Zahl der übergewichtigen Menschen höher ist als die Zahl der Unterernährten.

Weltweit nehmen essbedingte Zivilisationskrankheiten zu. Die Ess- und Konsumkultur in den Städten hat sich sowohl bei der armen als auch bei der kaufkräftigen Bevölkerung geändert, während Hunger und Unterernährung in den abgelegenen ländlichen Regionen der Welt zunehmen.

Fast Food in China
30 Prozent der chinesischen Verbraucher essen bereits zwei oder drei Mal im Monat in Fast Food Restaurants. Für McDonalds ist China laut einer Studie der internationalen Marktforschungsfirma AC Nielsen der am schnellsten wachsende Markt außerhalb der USA. In Thailand, Malaysia und Korea ist es ähnlich.

Ähnlich wie in Europa sind auch in vielen Schwellen- und Entwicklungsländern Fettleibigkeit und andere Essstörungen auf dem Vormarsch. Im Jahr 2000 waren nach einem Bericht der Bejing-Rundschau fast 15 Prozent der Pekinger Grundschüler zu dick – fast so viele wie in den USA oder Europa. Zehn Jahre vorher war es nur etwa die Hälfte.

Sinkende Lebenserwartungen
Welches Körpergewicht als gesund gilt oder schon als krankhaft, war ebenso wie das Schönheitsideal selbst im 20. Jahrhundert noch starken Schwankungen unterworfen. Aber: Das steigende Körpergewicht vor allem der städtischen Bevölkerung weltweit ist Ausdruck tiefgreifender ökonomischer und gesellschaftlicher Umwälzungen. Überall wird mehr gesessen, fetter gegessen und weniger Zeit für Nahrungszubereitung, Nahrungsaufnahme und für die Kommunikation in der Familie aufgewendet.

So schätzen Ernährungsforscher, dass die durchschnittliche Lebenserwartung dadurch schon in diesem Jahrhundert in den überernährten Industrieländern und in den urbanen Zentren vieler Entwicklungsländer wieder sinken wird.

© 2012 Brot für die Welt
RSS-Feeds Newsletter Sitemap Bookmarks
Kontakt | Impressum | Datenschutz