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Bhar el Ghazal im Südsudan: Die Menschen hier sind auf zusätzliche Nahrungsmittelhilfe angewiesen.
Hungrig bleiben Landlose, die für einen sehr niedrigen Lohn als Landarbeiter schuften. Hungrig bleiben Pächter, die einen Teil der Ernte an den Besitzer des Landes abgeben müssen.
Hungrig bleiben aber auch Bauernfamilien, die so wenig Land besitzen, dass es nicht einmal für die eigene Versorgung reicht, oder die Land in benachteiligten landwirtschaftlichen Regionen mit schlechten Böden oder wenig Bewässerungsmöglichkeiten bewirtschaften. Oder Bauernfamilien, denen es an ausreichend Betriebsmitteln wie Saatgut, Krediten und Infrastruktur fehlt oder die keinen Zugang zu Märkten haben. Nach Angaben der FAO leben derzeit etwa 75 Prozent aller Hungernden auf dem Land.
Armut erzeugt Hunger
Die restlichen von Hunger betroffenen Menschen leben meist in den rapide wachsenden Elendsvierteln der Städte. Wer permanent am Existenzminimum lebt, kann keine Ersparnisse bilden, um naturbedingte Ernteausfälle oder soziale Notlagen wie Krankheit oder Arbeitslosigkeit zu überbrücken. Soziale Sicherungssysteme gibt es in vielen Ländern gerade für die nicht, die sie auffangen müssten.