| || Home > Weltweit aktiv > Ernährung sichern > Niemand isst für sich allein > Ernährungskrise > Hunger ist ein Verteilungsproblem |

Eine Familie in Äthiopien vor dem Feld, von dem sie sich ernähren muss. Foto: Christoph Püschner
2002 rechnet die FAO in ihrem Bericht „Stand der Ernährungsunsicherheit in der Welt“ vor, dass die derzeitige Menge an Nahrungsmitteln ausreichen würde, um 12 Milliarden Menschen, also fast das doppelte der Weltbevölkerung, mit durchschnittlich 2100 Kilokalorien zu versorgen.
Auch wenn die Medien ein anderes Bild vermitteln: Hunger ist im 21. Jahrhundert also in den wenigsten Fällen die Folge einer Knappheit von Nahrungsmitteln. Im Gegenteil: Noch nie zuvor waren Lebensmittel in solchem Überfluss vorhanden. Nur 10 Prozent der Hungernden, so schätzt man, hungern als Folge von Missernten, Naturkatastrophen oder Krieg.
Hunger ist daher kein naturgegebenes Phänomen, sondern die Konsequenz aus einer Serie von ethisch und moralisch nicht zu verantwortenden politischen und wirtschaftlichen Fehlentscheidungen. Schuld daran ist ein komplexes Geflecht von sozialen, politischen und ökonomischen Faktoren, die dafür verantwortlich sind, dass Nahrung nicht zu denjenigen gelangt, die sie brauchen.
Die Schere zwischen arm und reich geht weltweit auf
Quelle: Aktionsprogramm 2015 der Bundesregierung und UNDP Bericht über die menschliche Entwicklung 2005.