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Regulierung des Agrarmarkts

Schutzmöglichkeiten für Entwicklungsländer

Bauer in Haiti bei der Feldarbeit. Foto: Paul Jeffrey

Um ihre bäuerliche Agrarproduktion vor der ruinösen Konkurrenz des Weltmarktes zu schützen, muss es armen Ländern erlaubt sein, Importbarrieren zu setzen. Paradoxerweise importieren viele Entwicklungsländer massenhaft Nahrungsmittel - obwohl sie sie selber produzieren oder produzieren könnten. Die aus Europa oder den USA kommenden, stark subventionierten Waren sind schlichtweg günstiger.

Beispiel: Reis
Die USA, drittgrößter Reisexporteur der Welt, subventioniert seine Exporte so massiv, dass die Produktionskosten oftmals weit unterschritten werden. Haiti importiert diesen günstigen Reis, was dazu führt, dass 50.000 einheimischen Reisbauern die Möglichkeit genommen ist, sich selbst zu ernähren.

Importbarrieren sind notwendig
Der Schutz ihrer Märkte durch Zölle ist den Entwicklungsländern jedoch verwehrt: Seit Anfang der 1980er Jahre zwingt der Internationale Währungsfonds (IWF) im Zuge sogenannter "Strukturanpassungsprogramme" Länder im Süden zu Marktöffnungen und Liberalisierungen. Dies bringt Vorteile für die Industrieländer, die nun ihren Produktionsüberschuss exportieren können, und folgenreiche Nachteile für die Entwicklungsländer.

Ein faires Welthandelssystem beinhaltet neben Importbarrieren die Entwicklung von Binnenmärkten. Und somit die Chance für bäuerliche Familien, ihre Produkte auf regionalen Märkten wettbewerbsfähig zu machen und zu angemessenen Preisen zu verkaufen.

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