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niemand is(s)t für sich allein
Regulierung des Agrarmarkts

Dumping

Verkauf einheimischer Tomaten in Ghana.

Holland-Tomaten in Afrika: In den 1980er-Jahren wurden in Ghana fast nur einheimische Tomaten gegessen. 25 Jahre später ist Ghana der größte Importeur in Afrika von EU-Tomatenmark – über 10.000 Tonnen jährlich. Mit den Billigpreisen der EU-Konserven können lokale Anbieter nicht mithalten.

Die EU ist in der Lage, Subventionen an die Bauern und an die Nahrungsmittel verarbeitende Industrie direkt zu bezahlen und so ihren Markt vor billigeren Konkurrenten zu schützen. Problematisch ist die Unterstützung aber dann, wenn sie zu einer Überproduktion führt, die anschließend billig auf dem Weltmarkt abgesetzt wird. Nach der bisherigen Praxis entledigen sich die EU-Länder und die USA ihrer Agrarüberschüsse, indem sie sie zu Preisen exportieren, die deutlich unter den Produktionskosten liegen.

EU-Überschüsse zerstören die Absatzmärkte der Kleinbauern
Diese als Dumping bezeichnete Praxis zerstört die Märkte von Bauern im Süden, indem sie die lokalen Preise unterbietet. Das kommt einer Zerstörung aller Entwicklungsbemühungen im ländlichen Raum gleich, wo versucht wird, Landflucht zu verhindern, die Ernährungssituation langfristig stabil zu halten und den Bauern ein Einkommen zu sichern. Zwar sind die direkten Exportsubventionen während der letzten Jahre stark zurückgefahren worden, doch sind die Subventionen insgesamt nicht rückläufig. Viele der derzeit gezahlten Subventionen haben indirekt ebenfalls Dumpingwirkungen.

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