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Die Jahreszeiten auf dem Teller genießen - regionaler und saisonaler Konsum spart Energie.
"Brot für die Welt" will auf die Zusammenhänge zwischen unserer Ernährungsweise und Problemen der Ernährungssicherung in den so genannten Entwicklungsländern aufmerksam machen.
Jeder Einzelne kann dazu beitragen, dass die landwirtschaftliche Produktion und die Verarbeitung von Lebensmitteln die Bedürfnisse der Menschen und der Umwelt in einem hohen Maße berücksichtigt – in den Industrie- wie in den Entwicklungsländern. "Brot für die Welt" will dazu ermutigen, einen Schritt in diese Richtung zu gehen und sich beim Einkauf für ökologisch angebaute und fair gehandelte Produkte zu entscheiden.
Acht gute Gründe
1. Gut essen - auch in Zukunft
Beim Streben nach Wohlstand müssen die Belastungsgrenzen unserer Erde respektiert und soziale Gerechtigkeit angestrebt werden. Gutes Essen in ausreichender Menge ist Teil der Würde des Menschen. Geschmack und Gesundheit sind wichtig – gleichzeitig müssen aber genügend Nahrungsmittel für alle Menschen in einer lebenswerten Umwelt produziert werden können.
2. Geteilte Freude ist doppelte Freude
Essen, ein Haus, die Kinder in der Schule – das bedeutet für viele Menschen in Entwicklungsländern Lebensqualität. Die Nachfrage nach fair gehandelten Produkten ist ein erster Schritt auf dem Weg, Frieden zu schaffen, den Menschen Gerechtigkeit widerfahren zu lassen und die Schöpfung zu bewahren.
3. Vertrauen in Lebensmittel
Wenn Sie bei den Bäuerinnen aus der Region oder im Weltladen einkaufen, leisten Sie einen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung bäuerlicher Familienbetriebe im Norden wie im Süden der Welt. Lebensmittel aus ökologischem Anbau und fairem Handel sind möglichst umwelt- und sozialverträglich hergestellt und darüber hinaus auch gesund.
4. Die Jahreszeiten auf dem Teller genießen
Der einheimische Land- und Gartenbau liefert – insbesondere bei ökologischer Bewirtschaftung – in jeder Jahreszeit eine Vielfalt an Gemüse und Obst. Saisongerechte Nachfrage spart nicht nur Transportenergie. Wer beispielsweise ohne frische Erdbeeren über den Winter kommt, bietet den Entwicklungsländern eine Chance, landwirtschaftliche Flächen zum Anbau von Grundnahrungsmitteln für die eigene Bevölkerung zu nutzen.
5. Die Heimat schmecken
Zur regionalen Identität gehören nicht nur charakteristische Gerichte und Spezialitäten, sondern auch typische Obst-, Gemüse- und Tierarten. Regionale Produkte tragen zur Erhaltung der biologischen Vielfalt und der bäuerlichen Landwirtschaft bei, die kurzen Wege sparen überdies Energie.
6. Das Herz länger schlagen hören
Wer gesund lebt, ernährt sich von ballaststoffreichen Vollkornprodukten, Gemüse und Obst und isst weniger Fleisch, Milchprodukte und Eier. Da für die Erzeugung einer Kalorie tierischer Nahrung bis zu zehn Kalorien pflanzlicher Nahrung benötigt werden, ist dies gleichzeitig eine Ernährungsweise, mit der alle Menschen in der Welt satt werden können.
7. Einen Braten genießen
Große Tiermastbetriebe belasten in unseren Breiten häufig die Umwelt. Ein großer Teil der Futtermittel wird aus Entwicklungsländern importiert, wo die Produktion oft soziale Konflikte und tiefe Eingriffe in den Naturhaushalt nach sich zieht. Fleisch aus artgerechter und umweltverträglicher Tierhaltung auf der Basis von einheimischem Futter ist zwar teurer, aber auch von besserer Qualität. Wer weniger und dafür qualitativ hochwertiges Fleisch isst, kann sorgenlos genießen.
8. Freude an einer abwechslungsreichen Kulturlandschaft
Eine Vielfalt von Kulturpflanzen und Wildorganismen hält das Ökosystem stabil. Die genetische Vielfalt wird benötigt, um neue Sorten züchten zu können, die widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten sind. Das hilft der Landwirtschaft weltweit, auch unter veränderten Umweltbedingungen gute Nahrungsmittel in ausreichender Menge zu produzieren. Fördern Sie mit Ihrem Einkauf die ökologische Landwirtschaft mit ihrer höheren Artenvielfalt – im Norden wie im Süden der "Einen Welt".