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Die Politik soll Menschen eine echte Wahl ermöglichen. Foto: BLE, Bonn/Thomas Stephan
Eine Politik für nachhaltige Ernährung sollte unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Wichtig ist, nachhaltiges Ernährungshandeln überhaupt zu ermöglichen. Dazu muss jederzeit eine ausreichende, gesundheitlich und ökologisch unbedenkliche Versorgung gewährleistet sein. Hinzu kommt die Befähigung zu nachhaltigem Ernährungshandeln.
Regulieren, moderieren und initiieren
Die Politik sollte einen Verständigungsprozess darüber initiieren und organisieren, wie Ernährung heute und in Zukunft gestaltet werden soll. Dabei sollte sichergestellt sein, dass eine angemessene Partizipation aller gesellschaftlichen Gruppen stattfindet. Von Bedeutung ist außerdem, dass verschiedene Ressorts in der Politik zusammenarbeiten.
Eine weitere Aufgabe der Politik ist es, das EU-Konzept des Risikomanagements, welches das Vorsorgeprinzip als Ausgangspunkt nimmt, umzusetzen. Dafür sollten außer den wissenschaftlichen Aspekten auch soziale, wirtschaftliche, ökologische und ethische Gesichtspunkte berücksichtigt werden. Auf der Regulierungsebene sollte die Politik die Verknüpfung von Umwelt, Ernährung und Gesundheit weiter verankern, zum Beispiel mit der Festschreibung der ökologischen Unbedenklichkeit für Lebensmittel im Lebensmittelrecht. Des Weiteren könnte die Politik Projekte und Kampagnen unterstützen, um einen Entwicklungsprozess hin zu nachhaltigem Konsum in Gang zu bringen.