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Nachhaltiger Konsum

Nachhaltiger Konsum – was ist das?

Nachhaltiger Konsum soll auch gut schmecken.

Fast uns allen ist inzwischen bewusst: Wir Menschen in den Industriestaaten verbrauchen in der Regeln mehr Rohstoffe und Energie und erzeugen mehr Schadstoffe, als uns zusteht, wenn alle die gleichen Chancen haben sollen. Mit unserem Kaufverhalten an der Ladentheke stellen wir alltäglich Weichen. Denn ob wir Kalbsragout  mit Reis aus der Tiefkühltruhe aufwärmen oder ob wir ein vegetarisches Gericht mit regional erzeugtem Öko-Gemüse der Saison frisch zubereiten, ob wir ein Fertigparkett aus Tropenholz kaufen oder einen Linoleumbelag wählen, ob wir in den Kurzurlaub fliegen oder am örtlichen Badesee entspannen: Was und wie wir konsumieren, hat unterschiedliche soziale und ökologische Folgen.

Umweltschonend + sozial gerecht = nachhaltig
Wer verantwortungsvoll konsumieren möchte, steht häufig vor der Schwierigkeiten, keine befriedigenden Informationen darüber zu haben, welches Produkt oder welche Dienstleistung am ehesten einen positiven Beitrag zu einer umfassend verstandenen sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit leistet.

Erstens müssen die ökologischen Kosten bei der Rohstoffwahl, beim Transport der Waren, ihrer Verarbeitung und bei der Entsorgung im Auge behalten werden. Selbst das Bio-Siegel liefert nur Aussagen über einen Teil der bei der Herstellung entstehenden ökologischen Kosten von Lebensmitteln, nämlich die Anbaumethoden.

Zweitens geht es auch um die sozialen Bedingungen bei der Produktion in den Erzeugerländern. Vielleicht freuen wir uns, dass der Discounter neuerdings auch Chiquita-Bananen in Öko-Qualität anbietet und dass das Tropenholz unserer Gartenmöbel aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung stammt. Über die Arbeitsbedingungen in der Produktion ist aber wenig bekannt. Ein Umweltsiegel ist oftmals kein Garant für soziale Nachhaltigkeit.

Leitbild für eine neue Ess-Kultur
Leider gibt bisher noch kein Label für nachhaltige Ernährung, das es den Konsumenten in Deutschland erleichtert, die richtige, alltagstaugliche Auswahl für das tägliche Menü zu treffen. Nur so viel ist klar: wer ökologisch angebaute Lebensmittel aus der Region und entsprechend der Saison auf den Tisch bringt und wenig Fleisch isst, schont die Umwelt und spart Transportkosten. Der Faire Handel garantiert mit seinem Siegel, dass bei der Herstellung der Produkte Arbeitsschutzgesetze eingehalten wurden und die Produzenten aus Entwicklungsländern einen faireren Preis für ihre Waren bekommen. Einkaufsführer verschiedener Organisationen erhalten weitere Hinweise für einen sozial und ökologisch nachhaltigen Konsum.

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