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Studie: Gesichter des Hungers
Die Studie "Gesichter des Hungers" basiert auf Erkenntnissen von Untersuchungen, die "Brot für die Welt" mit seinen Partnerorganisationen 2004 in elf Ländern Asiens, Afrikas und Lateinamerikas durchgeführt hat.
Untersucht wurden die Ursachen des Hungers und die Wirksamkeit unterschiedlicher Maßnahmen zu seiner Bekämpfung. Konzepte wie Gentechnik, ökologische Landwirtschaft und nachhaltiger Landbau, die Liberalisierung des Agrarmarktes und der Abbau von Agrarsubventionen in der Europäischen Union werden vorgestellt und kritisch diskutiert. Zahlreiche Portraits machen deutlich, wie Hunger und Armut das Leben von Menschen prägen.
Die Ursachen für Hunger sind vielfältig
Ein wichtiges Ergebnis dieser Studie war: Die Hungernden sind keine homogene Gruppe. Junge, arbeitsfähige Bevölkerungsgruppen gehören dazu ebenso wie Menschen ohne Selbsthilfepotenzial, zum Beispiel Flüchtlinge oder Aids-Waisen. Die Ursachen für Hunger sind vielfältig. Hungerbekämpfung muss daher an den jeweiligen Ursachen ansetzen. Eine gerechte Verteilung der Nahrungsmittel generell, aber auch des Bodens und der Ressource Wasser sind ebenso notwendig, wie die Berücksichtigung der natürlichen, sozialen und politischen Bedingungen vor Ort und der Lebensverhältnisse der Zielgruppe.
Brot für die Welt (Hrsg.): Gesichter des Hungers. Der HungerReport. Frankfurt, 2005