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niemand is(s)t für sich allein
Wie Milchdumping Entwicklung zunichte macht

Milchdumping in Kamerun

Bild: Per Anders Pettersson/ Brot für die Welt

Tierhalterinnen in Kamerun: unterlegen im globalen Wettbewerb
Wie Dumping Frauenförderung und Armutsbekämpfung in Kamerun zunichte macht.

Die Hühner- und Milchviehhaltung ist in weiten Teilen Afrikas im Wesentlichen Frauensache. Daher kann die Förderung von Frauen durch einen Ausbau der Nutztierhaltung sehr zielgerichtet sein. Eier, Fleisch und Milch sind wichtig für die Ernährung der Familien. Durch die Tierhaltung werden die Landfrauen unabhängiger von den Männern, die das Land besitzen und bebauen. Sie können ein eigenes Einkommen erwirtschaften und erhalten mehr Mitsprache in den Dörfern. Dadurch ändert sich auch das Verhältnis der Geschlechter zueinander, denn die Frauen sind nicht mehr ausschließlich von den Zuweisungen ihrer Männer abhängig. Beginnen die Produzentinnen sich zu Fragen der Nutztierhaltung und der Vermarktung fortzubilden und zu organisieren, wächst ihr Selbstvertrauen enorm.

Doch nach vielen Jahren der Förderung von Tierhalterinnen in der Entwicklungszusammenarbeit fällt nun ein Schatten über diesen Bereich: Europäische Hähnchenteile und europäisches Milchpulver werden massenhaft auf den kamerunischen Märkten angeboten und machen die Verkaufspreise kaputt. Mit dem einheimischen Verkauf von Hühnerfleisch und Milch ging es deshalb bergab und die Bäuerinnen blieben auf ihren Schulden sitzen. Der Verkauf europäischer Überschussprodukte zu Dumpingpreisen zerstört die Entwicklungschancen der Ärmsten der Armen, und unter ihnen besonders die der Frauen auf dem Lande in Afrika. Was unsere Entwicklungshilfe mit der einen Hand aufgebaut hat, zerstört unsere Agrar- und Handelspolitik mit der anderen Hand.

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