| || Home > Weltweit aktiv > Ernährung sichern > Niemand isst für sich allein > Projekte > Ecuador |

Mischkulturen haben viele Vorteile: geringere Ernteverluste und Krankheitsanfälligkeit, hohe Bodenfruchtbarkeit und bessere Ernährung der Familien.
Schnell wachsende Akazien und Balsabäume spenden den Bananen Schatten. Den Bananen stehen nicht Staude an Staude – ein Kontrast zu den industriell anmutenden Monokulturen der internationalen Bananen-Konzerne.
Viel haben die Bauern von UROCAL in den vergangenen Jahren erreicht., Auf dem Land der Kleinbauern wachsen zwischen den verstreuten Bananen Nutzpflanzen wie Kakao, Zitrusfrüchte und anderes Obst. In früheren Jahren hat „Brot für die Welt“ Bauern in Ecuador dabei unterstützt, auf den Anbau von Bio-Bananen umzustellen, die dann über den Fairen Handel auch in Deutschland verkauft werden. Nun bekommen 600 Kleinbauern, die sich in dem Dachverband zusammengeschlossen haben Unterstützung, um neue Produkte in ökologischer und nachhaltiger Wirtschaftsweise anzubauen. Das Nahrungsangebot wird breiter und die Überschüsse können auf dem lokalen Markt verkauft werden.
Ökolandwirtschaft zur Selbstversorgung
Die älteren Kleinbauern sind häufig ehemalige Tagelöhner, die erst nach dem Landkampf der Sechzigerjahre eigene Felder erhielten. Dabei ging viel traditionelles Wissen verloren. Nun gehen die Landwirtschaftsexperten von UROCAL in die Dörfer und beraten die Bauern. Die Produktion von Bananen für den Fairen Handel bedeutet eine wesentliche Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen – sowie eine zuverlässige Einnahmequelle zur Versorgung der Bauernfamilien. Doch im Gegensatz zu Früchten werden Gemüse und andere Grundnahrungsmittel wie Maniok, Mais und Bohnen noch nicht in ausreichender Vielfalt angebaut.
Um die Selbstversorgung der Bevölkerung zu fördern, widmet sich der „Brot für die Welt“-Projektpartner UROCAL neben Gesundheits-, Umwelt- und Sozialprogrammen nun gezielt der Umstellung des Anbaus von Grundnahrungsmitteln auf ökologische Landwirtschaft. Von diesem Programm profitieren vor allem die Frauen, da Männer traditionell eher für die Bananen- und Obstproduktion zuständig sind. Mit der Vielfalt an neuen Produkten bekommen die Frauen eine Möglichkeit, ihre Rolle in der Familie und auf dem lokalen Markt zu stärken.