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Mit Aufsehen erregenden Aktionen verleiht MONLAR seinen Forderungen Nachdruck. Foto: Thomas Lohnes
Bereits seit Mitte der siebziger Jahre orientiert sich Sri Lanka an einer Politik, die stark durch die Weltbank und den Internationalen Währungsfonds (IWF) vorgegeben wird. Das Land soll für ausländische Investoren attraktiver werden. Immer häufiger wird Land an internationale Konzerne für den Anbau von Zuckerrohr oder Tabak vergeben.
Bauern bleibt nur noch, für diese Konzerne zu arbeiten oder das Feld zu räumen. "Die Öffnung des Marktes", schreibt die Organisation MONLAR an "Brot für die Welt", "hat auch nach über 20 Jahren keines der großen Probleme Sri Lankas lösen können."
Gemeinsam gegen Armut
MONLAR (Movement for National Land and Agricultural Reform) wurde als Netzwerk gegründet, das über die negativen Auswirkungen der Strukturanpassungsprogramme der Weltbank informiert und sich für die Rechte der Kleinbauern einsetzt. MONLAR führt ein breit angelegtes ganzheitliches Programm durch und unterstützt Nichtregierungsorganisationen, Volksbewegungen, Selbsthilfeorganisationen und andere darin, eine Entwicklungsalternative zu erarbeiten – die die Armut bekämpft und Nahrungssicherheit für Kleinbauernfamilien schafft.
Angepasste Landwirtschaft für höhere Erträge
Seit Jahren entwickeln sich die Reispreise in Sri Lanka so, dass die Bauern die Kosten der konventionellen, stark von Mineraldünger und Pestiziden abhängigen Anbaumethoden nicht mehr abdecken können. In einem von MONLAR betriebenen Informationszentrum für Bauern werden umweltfreundliche und kostengünstige Anbaumethoden ausgearbeitet und an die Bauern weitergegeben.
Unter seiner Beratung wurden in den vergangenen drei Jahren rund 500 Hausgärten angelegt, um die Ernährung der Familien zu verbessern. Außerdem propagiert das Zentrum alternative Anbaumethoden für Reis, die mit weniger Wasser, weniger Saatgut und ohne chemische Pestizide wesentlich höhere Erträge erzielen. Die von MONLAR propagierten Anbaumethoden zeigen Kleinbauern Möglichkeiten auf, ihre Ernährung zu verbessern und ihre finanzielle Abhängigkeit zu reduzieren – um so der Verschuldungsspirale zu entkommen, durch die immer mehr von ihnen ihr Land verlieren.