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La Via Campesina

La Via Campesina: Protest gegen alltägliche Menschenrechts-Verletzungen an Kleinbauern und gegen fatale Missstände weltweit.
Foto: FSPI

Kleine Nichtregierungsorganisationen und Verbände versuchen oft vergeblich, auf die dramatische Situation der Kleinbauern aufmerksam zu machen. Die internationale Bewegung La Via Campesina bietet ihnen die Möglichkeit, sich gemeinsam Gehör zu verschaffen.

Der Zusammenschluss von weltweit mehr als 80 Landarbeiter-, Landlosen und Kleinbauernorganisationen setzt sich für die Verbesserung ihrer Arbeits- und Lebensbedingungen ein. Seit vielen Jahren unterstützt „Brot für die Welt“ die Bewegung und arbeitet für die Umsetzung des Rechts auf Nahrung eng mit ihr zusammen.

Für eine gerechtere Handelspolitik

Das Recht auf Nahrung ist ein Grundrecht. Während die großen Industrienationen und multinationale Konzerne von der Liberalisierung im internationalen Agrarhandel profitierten, leidet jedoch die ländliche Bevölkerung in den Entwicklungsländern unter den verheerenden Auswirkungen. Weltweit spüren Landarbeiter und Kleinbäuerinnen die Auswirkungen neoliberaler Handelspolitik. Billige Importe verdrängen sie vielerorts von ihren Märkten, die Preise fallen in den Keller. Schulden, Armut und Hunger sind die Folge. Im Rahmen der gemeinsam mit der Menschenrechtsorganisation FIAN durchgeführten Kampagne „Brot, Land und Freiheit“ erhebt La Via Campesina die Forderung nach Agrarreformen unter menschenrechtlichen Gesichtspunkten.

La Via Campesina kämpft für die Rechte der Bauern

La Via Campesina fordert fairere Handelsbedingungen, soziale Gerechtigkeit und die Durchsetzung einer nachhaltigen, umweltfreundlichen Wirtschaftsweise. Die Organisation erhebt die Forderung, jedes Land müsse die Möglichkeit haben, seinen Binnenmarkt vor Niedrigpreis-Importen zu schützen. Zudem sollte der Versorgung der lokalen Bevölkerung und die Produktion von Nahrung für regionale und nationale Märkte Vorrang vor Exporten und Welthandel eingeräumt werden. In der Landwirtschaft müssten naturräumliche und kulturelle Gegebenheiten berücksichtigt werden. Der Zugang zu Land, Wasser und Saatgut sei die Grundvoraussetzung dafür, dass die Bauernfamilien ihr Menschenrecht auf Nahrung verwirklichen können.

Mehr Informationen zu La Via Campesina:
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