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5.000 Jugendliche haben sich während des 2. Ökumenischen Kirchentags für gerechte Milchpreise und faire Bedingungen im weltweiten Handel mit Milchprodukten stark gemacht. "Brot für die Welt" und Misereor hatten die jungen Leute aufgerufen, unter dem Motto "Milch & More" ein Zeichen gegen Milchdumping zu setzen.
An dem Stand der beiden Hilfswerke im "Zentrum Jugend" auf dem Olympiagelände gab es viel zu erleben: "Nachgemachte", aber lebensechte Kühe aus Glasfasern konnten gemolken werden – statt Milch floss allerdings Wasser. Wer wollte, konnte sich schminken lassen – auf dem Gelände waren während des Kirchentags viele "Kuhgesichter" zu sehen, die auf das Thema Milchdumping aufmerksam machten.
Wie unfair es oft auf internationaler Bühne zugeht, machte eine besondere Rallye deutlich: Es ging darum, Wasser von A nach B zu bringen. Ein Team aus bis zu vier Jugendlichen vertrat dabei die Entwicklungsländer und konnte den Transport nur mit mehreren kleinen Schöpfkellen übernehmen. Ihr Gegenspieler – der für die Industrieländer stand – konnte dagegen ein großes Gefäß nutzen. Der Ausgang dieser Rallye war oft der gleiche: Egal, wie sehr sich die Vertreter der Entwicklungsländer auch mühten, gegen einen Mitspieler mit einem derart großen Wettbewerbsvorteil lässt sich nur verlieren.
Eine Fotoausstellung vermittelte Hintergrundinfos über die Situation von Milchbauern in Burkina Faso, Kamerun, Holland und Deutschland. Diese Ausstellung wird übrigens auch Kirchengemeinden zur Verfügung stehen. Wer wollte, konnte zudem Milch- und Kaffeespezialitäten aus Fairem Handel genießen.
"Brot für die Welt" steht in engem Kontakt zu Bauernorganisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika und versteht sich als Anwalt für an den Rand gedrängte Kleinbauern, die unter dem Welthandel mit landwirtschaftlichen Produkten leiden.