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Foto: Brot für die Welt
Der Klimawandel und die Diskussion um die Bewältigung seiner Folgen haben die Agrotreibstoffe weltweit ins Blickfeld von Politikerinnen und Politikern sowie Energiekonzernen gerückt.
Sprit aus nachwachsenden Rohstoffen galt als sauber, klimafreundlich und reichlich sprudelnde Einkommensquelle für Landwirte. Kritiker warnen allerdings vor weiter steigenden Umweltschäden, zunehmender Konkurrenz zwischen dem Anbau von Nahrungsmitteln und Rohstoffen für die Gewinnung von Agrotreibstoffen sowie vor der Vertreibung unzähliger Menschen von ihrem Land. Das letztere trifft vor allem auf Entwicklungsländer zu.
Als christliche Fachorganisationen kommen wir nicht daran vorbei, uns mit den Herausforderungen des Klimawandels auseinanderzusetzen. Es geht bei dieser Frage um nicht mehr und nicht weniger als um den Bestand der Erde, um die Zukunft der kommenden Generationen und um Fairness gegenüber unseren fernen Nächsten. Der Klimawandel mit all seinen Schattierungen führt uns exemplarisch den konziliaren Prozess vor Augen – die gleichzeitige ganzheitliche Betrachtung von Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung. Unsere unterschiedlichen Arbeitsschwerpunke bringen es mit sich, dass wir unterschiedliche Aspekte des Agrotreibstoff-Booms für problematisch halten.