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Fachpublikationsreihe: Analyse 02

Climate Change, Food Security and the Right to Adequate Food

Foto: Christoph Püschner

Eine neue Studie mit dem Titel "Climate Change, Food Security and the Right to Adequate Food" (Klimawandel, Ernährungssicherheit und das Recht auf angemessene Ernährung) haben "Brot für die Welt" und die Nord-Süd-Organisation "Germanwatch" Ende November im Rahmen eines Parlamentarischen Abends" in Berlin vorgestellt. Die Veröffentlichung wurde von Vertretern aller Bundestagsfraktionen als wichtige Diskussionsgrundlage begrüßt.

Die Studie zeigt deutlich, dass bei einem ungebremsten Klimawandel eine drastische Verschärfung der weltweiten Ernährungskrise zu erwarten ist. Klimaschutz und Unterstützung der besonders Betroffenen bei der Anpassung an die Folgen ist deshalb eine menschenrechtliche Verpflichtung.

"Heftigere Stürme vernichten Ernten, mehr Dürren führen zu Wasserknappheit, und die Ärmsten leiden meist besonders. Auch Deutschland sollte hier seiner internationalen Verantwortung gerecht werden", sagte Sven Harmeling, Referent für Klima und Entwicklung bei "Germanwatch" und Mitautor der Studie. Der Großen Koalition biete sich eine gute Möglichkeit, ein deutliches Signal an die UN-Klimakonferenz in Posen zu senden. Am 4. Dezember solle ein gemeinsamer Antrag zum Klimagipfel im Bundestag beschlossen werden. "Zudem müssen die Staats- und Regierungschefs der EU am 11./12. Dezember ein ambitioniertes Klima- und Energiepaket verabschieden, inklusive einer internationalen Klima-Zweckbindung der Emissionshandelserlöse", forderte Harmeling.

Michael Windfuhr, Referatsleiter Menschenrechte bei "Brot für die Welt", verwies auf eine zentrale Neuigkeit der vorgestellten Studie: "Zum ersten Mal wird die Ernährungssicherheitsdebatte mit der Klimadebatte systematisch zusammengeführt. Der Klimawandel gefährdet zunehmend das Menschenrecht auf angemessene Ernährung", sagte Windfuhr. "Alle Regierungen stehen in der Pflicht, an der Abwendung eines gefährlichen Klimawandels mitzuwirken. Der globale Temperaturanstieg muss auf unter 2°C begrenzt werden." Gleichzeitig, so Windfuhr, müssten die Regierungen der Entwicklungsländer bei der Entwicklung von Anpassungspolitiken, auch dann, wenn sie von außen unterstützt werden, den Bedürfnissen der besonders Verwundbaren höhere Aufmerksamkeit als bisher schenken. "Der menschenrechtliche Anpassungsansatz kann hier bei der Priorisierung von Maßnahmen helfen."

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