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Foto: Christoph Püschner
Die Analyse verdeutlicht: Hunger ist ein Verteilungsproblem, das sich in all seiner Schärfe im Auseinanderklaffen von Angebot von und Nachfrage nach Nahrungsmitteln zeigt. Tobias Reichert und Klemens van de Sand von Germanwatch werfen in dieser Studie einen Blick auf Ursachen und Wirkungen der globalen Ernährungskrise seit 2007.
Als Ursachen identifizieren sie einem Rückgang des Angebots an Nahrungsmitteln aufgrund von Wetterveränderungen und Klimawandel, höheren Energiekosten und reduzierten Weltgetreidevorräten. Aber auch die nationalen und internationalen politischen Rahmenbedingungen spielten dafür eine wichtige Rolle. Das mangelnde Angebot an Nahrungsmitteln war jedoch nur ein Teil des Problems. Vor allem stieg die Nachfrage nach Lebensmitteln und verschärfte die Ernährungskrise.
Die Wirkungen auf die kleinbäuerliche Landwirtschaft werden anhand von Partnern von "Brot für die Welt" untersucht, und konkrete Politikempfehlungen für die Zukunft entwickelt. Dabei ist diese Analyse von "Brot für die Welt" und Germanwatch weiterhin hochaktuell. Von einem Ende der Ernährungskrise kann keine Rede sein, angesichts neuer Hungerrisiken infolge der aktuellen weltwirtschaftlichen Rezession. Deshalb sind umgehend Maßnahmen in der internationalen Handels- und Entwicklungspolitik erforderlich, die das Recht auf Nahrung effektiv umzusetzen und das Millennium-Entwicklungsziel der Halbierung von Armut und Hunger bis 2015 nicht aufs Spiel setzen.
Analyse 05
Ist Essen bald Luxus? – Ursachen für den Anstieg der globalen Agrarpreise 2008 und die Reaktion von Kleinbauern in Mali und Burkina Faso