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Milchdumping in Kamerun

Foto: Christof Püschner

Milchpulver aus der EU gefährdet die Absatzmärkte und die Existenz von Milchbäuerinnen und -bauern in Kamerun

Der Appetit auf Milchprodukte nimmt weltweit zu. Das gilt auch für Entwicklungsländer, die bisher kaum Milch verzehrt haben. In Kamerun unterstützt "Brot für die Welt" seit über zehn Jahren den Aufbau einer kleinbäuerlichen Milchproduktion, um den lokalen Markt zu bedienen. Doch billiges Milchpulver aus Europa und den USA bedroht die lokalen Milchmärkte und die Existenz von Bäuerinnen und Bauern.

Anhand eines Fallbeispiels des "Brot für die Welt"-Projektpartners Heifer Project International zeigt dieses Fact Sheet, wie die lokale Molkerei SOTRAMILK sich nicht gegen die übermächtige Konkurrenz billigen subventionierten europäischen Milchpulvers wehren konnte.

Für die evangelischen Entwicklungsorganisationen "Brot für die Welt" und EED stellen die subventionierten Milchpulverexporte nach Kamerun eine unfaire Konkurrenz dar. Es werden Entwicklungsprojekte zur Armutsbekämpfung ausgebremst, die mit deutschen Steuergeldern und Spenden aufgebaut wurden. Statt weiter in die verarbeitende Infrastruktur einer Milcherfassung und -verarbeitung zu investieren, werden die lokalen Märkte zunichte gemacht.

"Brot für die Welt" und der EED fordern daher die Bundesregierung auf dafür zu sorgen, dass Agrarexporte nicht in Entwicklungsländern zu Dumpingpreisen angeboten werden. Exportsubventionen müssen sofort beendet werden.

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