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Wer für Emissionen, die sich nicht vermeiden lassen, freiwillig einen Ausgleich leisten will, kann das mit der Klima-Kollekte tun. Damit ist es möglich, Klimaschutzprojekte zu finanzieren. Das Besondere an diesem Kompensationsangebot: Das Geld fließt gezielt in Projekte, die langjährige Partner der kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit betreuen. "Brot für die Welt" ist einer der Gesellschafter der Klima-Kollekte. Das Angebot können Privatleute, Kirchengemeinden sowie Organisationen und Unternehmen nutzen.
Der Meteorologe und „Brot für die Welt“-Pate Sven Plöger sagt über den neuen Kompensationsfonds: "Die Klima-Kollekte ist eine wichtige Säule in unserem Bemühen gegen den Klimawandel: Durch Kompensation von Emissionen bei uns kann in ärmeren Regionen überhaupt in die Zukunft bei der Energieversorgung investiert werden!"
Unabhängige Kontrolle
Unabhängige Fachleute kontrollieren das: Investiert wird nur in Projekte, die nach dem strengen "CDM-Gold-Standard" zertifiziert sind. Dazu gehören die Verbreitung von Solarlampen, der Bau und der Betrieb von Biogas-Anlagen oder die Einführung von brennholzsparenden Öfen, etwa in Indien und Südafrika.
Hoffnung für Indiens "Unberührbare"
Um eines der Ausgleichsprojekte der Klima-Kollekte kümmert sich der langjährige Projektpartner von "Brot für die Welt" Rural Education for Development Society (REDS) aus Tumkur im indischen Bundesstaat Karnataka. Dabei geht es um die Verbreitung von Solarlampen. REDS-Leiter M.C. Raj sagt: "Mit der Registrierung eines Solarlampenprojektes nach den Kriterien des CDM-Gold-Standard feiern wir eine Weltpremiere – erstmals profitieren Indiens Dalits, die ,Unberührbaren‘, als die am stärksten ausgegrenzte Bevölkerungsgruppe in unserem Land von einem Klima-Kompensationsprojekt." Mit dem Projekt bekommen zehntausende Dalits Zugang zu Solar-Licht. Sie müssen nicht mehr die gesundheits- und umweltschädlichen Kerosinlampen nutzen. Solarlicht ist außerdem günstiger. REDS-Leiter Raj erklärt: "Ddas gesparte Geld können die extrem armen Familien künftig in Nahrung, Bildung und Gesundheit investieren."
Folgen des Klimawandels sind schon heute spürbar
Die Direktorin von "Brot für die Welt", Cornelia Füllkrug-Weitzel, sagt: "Mit der Kompensation von Treibhausgasemissionen durch die Klima-Kollekte können wir Klimaschutzprojekte gezielt dort fördern, wo die Menschen unserer Solidarität am meisten bedürfen und wo die Auswirkungen des Klimawandels schon heute am spürbarsten sind – unter den Armen in Entwicklungsländern und in Osteuropa." Es sei kein Zufall, dass neben der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Forschungsstätte der evangelischen Studiengemeinschaft mit "Brot für die Welt", dem Evangelischen Entwicklungsdienst und dem Nordelbischen Missionszentrum gleich mehrere Hilfswerke zu den Gesellschaftern der Klima-Kollekte zählen: "Unsere Kompensationsprojekte verschaffen den Armen Zugang zu sauberer Energie und zeigen konkrete Alternativen einer zukunftsfähigen Entwicklung auf." Gleichzeitig sei die Klima-Kollekte ein Angebot für alle, die ihre eigene Treibhausgasbilanz verbessern wollen.
Die eigenen Emissionen online berechnen
Auf der Website der Klima-Kollekte (www.klima-kollekte.de) lässt sich der Ausstoß an klimaschädlichem Kohlendioxid berechnen, etwa für Flugreisen oder Veranstaltungen. Der Klimarechner gibt direkt die passende Ausgleichssumme an. Die Ausgaben für die Kompensationszertifikate sind steuerlich voll abzugsfähig.