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"Lebenswelten erkunden – Musik in der globalisierten Welt am Beispiel Lateinamerika" lautete das Thema der 20. Jahrestagung des Arbeitskreises Pädagogik von "Brot für die Welt". Organisiert und durchgeführt wurde diese Jubiläumsveranstaltung in Kooperation mit dem Protestantischen Bildungszentrum der Ev. Kirche der Pfalz (EFWI) in Landau. Dabei stand nicht nur Theorie auf dem Programm. Die Gäste mussten auch selbst Rhythmusgefühl beweisen!
20 Jahre und kein bisschen leise – das galt für die 20. Jahrestagung des Arbeitskreises Pädagogik von "Brot für die Welt", die vom 20. -22. April in Landau/Pfalz stattfand. Denn thematisch drehte sich an diesem Wochenende alles darum, lateinamerikanische Lieder und Tänze als Unterrichtsmittel kennenzulernen. 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland waren der Einladung von Ursula Hildebrand, Referentin für Schulpädagogik bei "Brot für die Welt" und Dr. Anton Geiser, Dozent am EFWI, gefolgt, um sich musikalisch weiterzubilden.
Jubiläumtitel zum UN-Klimagipfel
Zu Beginn der Veranstaltung würdigte Ursula Hildebrand die Arbeit des Arbeitskreises Pädagogik und dankte allen Beteiligten für ihr jahrelanges ehrenamtliches Engagement. Dank der intensiven Mitarbeit von interessierten Lehrkräften bildet Globales Lernen mittlerweile die Grundlage der Schulpädagogik bei "Brot für die Welt". Entsprechend viele Lehrerfortbildungen hat das evangelische Hilfswerk in den vergangenen Jahren dazu durchgeführt und mehr als 30 neue Unterrichtsmaterialien veröffentlicht.
Besonders bemerkenswert: Die Zeitschrift Global Lernen, die "Brot für die Welt" in Kooperation mit dem Freiburger Institut für Friedenspädagogik herausgibt, feierte in diesem Jahr ebenfalls ein Jubiläum: Mit Heft 1/2012, das sich schwerpunktmäßig mit Rio+20 befasst, ist bereits die 50. Ausgabe erschienen.
Die theoretischen Seiten der Musik
Zurück zur Tagung: Im Mittelpunkt stand die lateinamerikanische Musik und deren Bedeutung für die politische, religiöse und soziale Entwicklung in Lateinamerika. Die Kernfrage der Veranstaltung lautete: Wie kann durch Musik Globales Lernen in Schulen umgesetzt werden? Ein hochkarätiges Referententeam vom alba-Kulturbüro aus Köln versuchte dies zu beantworten und führte die Gäste zunächst theoretisch in das Thema ein.
So befasste sich eine Arbeitsgruppe mit historischen und aktuellen politischen Liedern. Sie erfuhr beispielsweise, dass sich vielfältige Aktionen von Jugendgruppen in Kolumbien mit Musik und Straßentheater für Gewaltlosigkeit einsetzen. Eine zweite Arbeitsgruppe widmete sich den religiösen Aspekten der Musik und nahm besonders ihre afrikanischen Wurzeln unter die Lupe.
Rhythmus im Blut
Im zweiten Teil der Tagung wurden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann selbst aktiv. In verschiedenen Praxisworkshops erprobten sie lateinamerikanische Rhythmen, Tänze und Chorlieder, die sie anschließend in der Gruppe aufführten. Unter der professionellen Anleitung von Marta Lanurys, Miguel de la Coma und Martin Rixen fassten alle Beteiligten schnell den nötigen Mut und entwickelten beeindruckende Ergebnisse.
Tipps für den Unterricht in der Schule
Wie sich das neue Wissen in den Arbeitsalltag übertragen lässt, stand am dritten Tag auf dem Programm. Neben einigen Praxisbeispielen für den Unterricht stellte Birgit Ellinghaus, Leiterin des alba-Kulturbüros, eine Vielzahl von Internetportalen vor, die Lehrkräften hervorragendes Unterrichtsmaterial für die Arbeit in unterschiedlichen Schulstufen bieten.
Mit Musik mehr über fremde Menschen und Kulturen erfahren – dass dies didaktisch anspruchsvoll und zugleich unterhaltsam sein kann, hat die Jubiläumstagung des AK Pädagogik deutlich gemacht. Das belegte auch die positive Resonanz der Gäste, die Ursula Hildebrand und Dr. Anton Geiser darin bestärkt hat, die Kooperation zwischen "Brot für die Welt" und dem EFWI weiter auszubauen.