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Kickern non-stop: Insgesamt 40,5 Stunden spielten die Jugendlichen aus Spaichingen für "Brot für die Welt" und den Weltrekord. Foto: Ekkehard Lücking
Die Jugendgruppe stand kurz vor dem aus. Außer Kickern war den Jugendlichen der evangelischen Kirchengemeinde in Spaichingen zuletzt nicht mehr viel eingefallen. "Ich habe ihnen die Pistole auf die Brust gesetzt", erzählt Diakon Ekkehard Lücking. "Entweder ein Projekt, für das sich alle engagieren, oder die Auflösung der Gruppe."
Die jungen Leute waren sich einig: Sie wollten sich weiter treffen und weiter kickern. Allerdings für einen guten Zweck: Mit der Aktion "Tore für Ruanda" sollte der Weltrekord im Dauerkickern gebrochen und gleichzeitig Geld für ein Entwicklungsprojekt von "Brot für die Welt" gesammelt werden.
Ein halbes Jahr dauerten die Planungen. 1.500 Schülerinnen und Schüler von vier Spaichinger Schulen suchten Spender, die für jedes Tor, das innerhalb des Weltrekordversuches fällt, einen halben Cent bezahlten. Der Landrat stellte sich als Schirmherr zur Verfügung. Um den strengen Regeln des Guinnes-Buches zu genügen, mussten genügend Beobachter und Zeugen gefunden werden, die den Weltrekordversuch dokumentierten. Ärzte und Physiotherapeuten kümmerten sich um die Weltrekordler. Dazu stellten die Jugendlichen ein 40-stündiges Rahmenprogramm mit Musik und Zauberei zusammen.
Nach 40,5 Stunden und 4785 Toren hatten es die vier 17- und 18-jährigen Kicker geschafft: Der Weltrekord im Dauerkickern war gebrochen. Das Spendenergebnis war ebenfalls rekordverdächtig: Über 8000 Euro kamen für "Brot für die Welt" zusammen.