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In der Mittagspause gibt es Bohnenbrei. Mit den Händen zu essen ist in vielen Ländern Afrikas ganz normal. Foto: Trevor Samson
Sbonelo ist froh, dass er nicht zur Zeit der Rassentrennung geboren wurde. Seine Familie ist zwar arm, aber er darf in die Schule gehen und etwas lernen. Er weiß, dass dies die einzige Chance ist, damit es ihm einmal besser gehen wird. Weil seine Tante krank ist und sich um ihn und die anderen Kinder kümmert, bekommt sie ein bisschen Geld vom Staat. Davon bezahlt sie die Schulgebühr und die Bücher für ihn und seine Geschwister. Sbonelo weiß, dass immer zu wenig Geld da ist und passt auf, dass er die teure Schuluniform, die alle Kinder in Südafrika tragen, nicht kaputt macht.
So sitzen Sbonelo und Mthabisi bis halb zwei mit den anderen 50 Kindern im engen Klassenzimmer und versuchen sich so viel wie möglich zu merken, was die strenge Lehrerin erzählt. Weil Schulhefte teuer sind, schreiben sie nicht viel auf, sondern sprechen es der Lehrerin nach. Gerade haben sie Mathe- Unterricht. Die Lehrerin stellt eine Aufgabe, alle rechnen schnell im Kopf und rufen die Antwort im Chor. Sbonelo findet das Kopfrechnen ganz schön anstrengend. Er ist froh, dass nach der Rechenstunde die große Pause beginnt, in der es Mittagessen gibt. Als die beiden Jungs sich in die Schlange zur Essensausgabe anstellen, knurrt ihnen der Magen und sie freuen sich auf den Bohnenbrei, den es fast jeden Tag gibt. Und wie fast jeden Tag haben sie auch bis jetzt noch nichts gegessen. Ihre Familien haben für ein Frühstück oft kein Geld.