| || Home > Kirche & Gemeinde > 2. Ökumenischer Kirchentag München > Ökumenischer Gottesdienst in der Münchner Innenstadt |
Großer Andrang beim ökumenischer Gottesdienst zum Thema „Hoffnung leben – Verantwortung teilen“: In der Münchner Kirche St. Michael sind alle Plätze besetzt gewesen. Zu der Feier während des 2. Ökumenischen Kirchentags hatten 13 evangelische und katholische Hilfswerke eingeladen. „Wir wollen in unsere Gebete heute besonders die Leiden der gegenwärtigen Welt mit einschließen“, sagte die Direktorin der evangelischen Hilfswerke „Brot für die Welt“ und Diakonie Katastrophenhilfe, Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel.
Die Theologin leitete den Gottesdienst gemeinsam mit dem Leiter der Kommission Weltkirche der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, dem Bamberger Erzbischof Ludwig Schick. Er sagte: „Die Menschen leiden, die Schöpfung seufzt, dennoch ist uns eine Hoffnung geschenkt“.
Predigt: Wege zu einer gerechteren Welt
Mvume Dandala, der ehemalige Generalsekretär der Allafrikanischen Kirchenkonferenz und der derzeitige Oppositionsführer im südafrikanischen Parlament, rief in seiner Predigt dazu auf, Wege zu finden, die zu einer gerechteren Welt führen. „Unsere Mission haben wir erst erfüllt, wenn wir auf Gottes Ziel für seine Schöpfung sehen, wenn wir uns für Gerechtigkeit und Recht stark machen, wenn wir einen heiligen Zorn und eine gerechte Ungeduld spüren, weil es so viel Ungerechtigkeit gibt.“
Probleme gibt es weltweit
Drei Zeugen aus den Einsatzländern der Hilfswerke berichteten von den Problemen in ihrer Heimat. „In Guatemala werden jeden Tag 16 Menschen ermordet“, sagte Bischof Alvaro Ramazzini. Drogenkonsum führe Jugendliche in die Kriminalität, beklagte er. Hofagao Kaia berichtete von den Folgen des Klimawandels in Papua Neuguinea. Dort würden übermächtige Regenfälle die Ernte der Bauern im Hochland zerstören. Margita Margova aus der Slowakei wies darauf hin, dass die Regionen, in denen die Roma leben, zu den ärmsten in Europa zählten. Sie forderte die Integration dieser Bevölkerungsgruppe.
Kurze Pantomimen führten Jugendliche vom Internationalen Straßenprojekt des Theodor-Fliedner-Gymnasiums der Evangelischen Kirche im Rheinland auf. Sie stellten die Situation in den genannten Ländern in kurzen Szenen dar.