| || Home > Kirche & Gemeinde > 2. Ökumenischer Kirchentag München > "Brot für die Welt" regt mit Kunst zum Nachdenken an |
Kreativ auf dem Kirchentag: Junge Erwachsene haben die Gäste des 2. Ökumenischen Kirchentags in München mit Kunstaktionen zum Lachen und Staunen gebracht – und zum Nachdenken angeregt. „Brot für die Welt“ hatte die dreitägige Aktion mit Straßenkünstlern aus ganz Deutschland auf die Beine gestellt.
Johannes Küstner, Bildungsreferent von "Brot für die Welt", sagt im Rückblick: „Die Aktion war ein voller Erfolg.“ Als Aktion der evangelischen Kirchen sei „Brot für die Welt“ eine lebendige Bewegung, deren Anliegen durch das Engagement von vielen Menschen Kraft bekomme. Küstner: "Das haben die jungen Aktionskünstler in München mit allen Sinnen erlebbar gemacht."
Kreativ Fragen gestellt
Die kreativen Köpfe zeigten sich bei der ökumenischen Großveranstaltung vielseitig. Mit kurzen Theaterstücken, Musikeinlagen mit Pantomime, Clownerie, Liedern und Installationen mit Wegweisern und Frage-Schildern machten sie die Gäste auf die Mottos „Es ist genug für alle da“ und „Zukunft fair teilen“ aufmerksam.
So konnten die Besucher des Kirchentags beim "unfairen Tauziehen" globale Ungerechtigkeit am eigenen Leib nachempfinden – und spüren, dass wegen unfairer Spielregeln im Welthandel viele Menschen den Kürzeren ziehen. Bei "Mars-TV" fragten Reporter vom roten Planeten die Erdlinge, warum es auf ihrem Planeten Armut gibt, was Grenzen des Wachstums sind und wie viele Planeten es in Reserve gibt, um den enormen Verbrauch an Rohstoffen überhaupt möglich zu machen. Vor dem Abschlussgottesdienst machten die Künstler vielen Besuchern eine Freude mit einer besonderen Aktion: Sie zauberten mit orangefarbener Schminke Sonnen, Engel, Blumen, Herzen und farbigen Nasen in Hunderte Gesichter.
Markante Aktion - bis ins Gesicht
Doch auch den Künstlern selbst war das Engagement für „Brot für die Welt“ regelrecht ins Gesicht geschrieben: Mit Strichen aus orangefarbener Schminke im Gesicht waren sie während der ökumenischen Großveranstaltung gut zu erkennen. Allein dieses „Make Up“ führte während den fünf Veranstaltungstagen zu ungezählten Fragen der Gäste. Die Künstler berichteten dabei über Arbeit und Anliegen von „Brot für die Welt“.
Das konnten sie fundiert: Bereits seit dem Wochenende vor dem Kirchentag in München hatten sich die Straßenkünstler getroffen, kreative Aktionen entwickelt und sich mit den Aussagen der Studie „Zukunftsfähiges Deutschland“ inhaltlich befasst.