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„Festtafel“-Ausstellung macht Ungerechtigkeit erfahrbar

Ein gedeckter Tisch – in weiter Ferne

Jeder Stuhl steht bei der Ausstellung für ein Land, und je niedriger die statistische Lebenserwartung dort ist umso kürzer sind die Stuhlbeine - und umso schlechter sind die Nahrungsmittel auf dem Tisch erreichbar.

Der Tisch ist reich gedeckt - aber nicht alle Menschen können nach Herzenlust zugreifen. Auf diese Ungerechtigkeit macht die "Tafel"-Ausstellung von "Brot für die Welt" aufmerksam.

Viele hundert Besucher des Ökumenischen Kirchentags waren dankbar, sich für einige Minuten bei der Festtafel-Ausstellung von „Brot für die Welt“ auszuruhen zu können. Dabei konnten Sie erfahren, wie es sich anfühlt, wenn der reich gedeckte Tisch für sie kaum zu erreichen ist.

Acht Stühle standen bei der Ausstellung um die Tafel. Jede Sitzgelegenheit stand repräsentierte dabei ein  Land, etwa Haiti, Sierra Leone, Indien oder Deutschland. Das Besondere: Die Stühle waren nicht gleich, sondern unterschiedlich hoch. Die Stuhlbeine waren entsprechend der jeweiligen Lebenserwartung in dem Land gekürzt. Wer bessere Lebensbedingungen hat, saß weiter oben – und konnte sich leicht an Getreide, Obst, Gemüse und auch Schokolade bedienen.

Die Ausstellungsbesucher fanden am Stand auch detaillierte Information zu Ernährungslage, Essgewohnheiten und Rezepten in den Ländern. Das Erleben mit vielen Sinnen und die Informationen zu den Ländern kamen bei den Besuchern des Kirchentags gut an.

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