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Brot für die Welt

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50 Jahre "Brot für die Welt"

Geschichtliches zur evangelischen Hilfsaktion

12. Dezember 1959: Eröffnung der 1. Aktion "Brot für die Welt" in der Berliner Deutschlandhalle

Eines der ersten geförderten Projekte: eine Suppenküche in Hongkong

Unterstützung vom Wirtschaftsminister: Zwei Zigarrenröhrchen von Ludwig Erhard als Spendendosen

Anfang der 1960er zeigten Hungeruhren in westdeutschen Innenstädten die Anzahl verhungerter Menschen

Saarbrücken, 1968: In der Stadt werden über einen portablen Monitor Bilder aus Afrika gezeigt

1968: Luftbrücke von Diakonie und Caritas für das eingekesselte Biafra

In den 70ern machten auch prominente Fußballer auf "Brot für die Welt" aufmerksam, hier Paul Breitner und Bernhard Dietz

Seit Anfang der 80er Jahre legte "Brot für die Welt" immer größeres Gewicht auf Umweltschutzthemen

Von "Brot für die Welt" geförderte Biogasanlage in Indien, Anfang der 80er Jahre

1985: Am Afrikatag sammelt Heidi Kabel  für "Brot für die Welt"

Seit den 1980er/1990er-Jahren setzt "Brot für die Welt" Akzente mit der Förderung von Frauenprojekten

In den 1990er Jahren gewann der Kampf gegen Aids immer größere Bedeutung

Mit einer Lobbykampagne setzt sich "Brot für die Welt" seit 2000 für das Menschenrecht auf Wasser ein

"Es ist genug für alle da": Schwerpunkt der 50. Aktion sind Fragen der Ernährungssicherheit in Zeiten des Klimawandels

Am 1. Advent 1959 riefen die evangelischen Landes- und Freikirchen in Deutschland zum ersten Mal unter dem Motto "Brot für die Welt" zu Spenden für Arme und Bedürftige in den Ländern des Südens auf. Anlass für die erste Spendenaktion war eine aktuelle Hungersnot in Indien, von der etwa 12 Millionen Menschen betroffen waren.

Bei der ersten Aktion von "Brot für die Welt" kamen Sammelbüchsen zum Einsatz, auf denen die bis heute bekannte so genannte "Hungerhand" des Berliner Künstlers Rudi Wagner zu sehen war, zusammen mit der Zeile "Wenn Du wieder satt geworden bist, gib 5 Pfennig für die Hungernden". Der heute seltsam fremd anmutende Satz traf das damalige Lebensgefühl der Deutschen, denen trotz des Wirtschaftswunders die eigene Hungerzeit nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs noch lebhaft in Erinnerung war.

Am Ende der ersten Aktion hatten evangelische Christinnen und Christen die für damalige Verhältnisse beeindruckende Summe von über 19 Millionen Mark aufgebracht, davon stammten fast 4,8 Millionen Mark aus der DDR. Zu keiner Zeit hatte eine kirchliche Opfersammlung ein besseres Ergebnis erzielt. In den ersten Jahren bestimmte unmittelbare Nothilfe die Arbeit von "Brot für die Welt". Von Nachhaltigkeit und Entwicklungszusammenarbeit war nur ansatzweise die Rede.

Die Spendenaktion wurde schnell zu einer dauerhaften Einrichtung und unter dem Dach des Diakonischen Werkes der EKD angesiedelt. Durch die regelmäßig eingehenden Spenden konnte "Brot für die Welt" seine Programme kontinuierlich erweitern. Im Laufe der Jahre entwickelte sich die Hilfsaktion so zu einem wichtigen Zweig der diakonischen Arbeit.

In den Jahrzehnten seit der Gründung von "Brot für die Welt" hat sich die Art der Zusammenarbeit mit den Ländern des Südens deutlich verändert. Ein dicht verzweigtes Partnernetz aus Kirchen, kirchlichen und zivilgesellschaftlichen Organisationen wurde aufgebaut, die fortan die Projekte vor Ort umsetzten. "Hilfe zur Selbsthilfe" wurde das Schlagwort, das fortan die Entwicklungszusammenarbeit prägte. Außerdem spielt seit der Jahrtausendwende Lobby- und Advocacyarbeit für die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte aufgrund der immer stärkeren weltweiten wirtschaftlichen Verflechtung eine immer größere Rolle.

In den vergangenen 50 Jahren bis zum Jahr 2007 gingen mehr als 1,8 Milliarden Euro an Spenden bei "Brot für die Welt" ein. Über 20.000 Projekte in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa wurden seit 1959 bewilligt. Derzeit arbeiten von 141 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Ökumenischen Diakonie 106 für die Aktion "Brot für die Welt".

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