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"Brot für die Welt" und EED

Gemeinsame Verbindungsstelle Pazifik eröffnet

Konrad von Bonin und Babara Ramsperger von "Brot für die Welt" schneiden das rote Band durch. Foto: Thomas Lohnes

Ulla Kroog (EED) und Frank Ecke ("Brot für die Welt") bei der Eröffnungsfeier. Foto: Thomas Lohnes

Mitarbeiter des Verbindungsbüros und Partnerorganisationen. Foto: Thomas Lohnes

Das Team des neuen Verbindungsbüros. Foto: Thomas Lohnes

Die "Riwo Singsing Group" bei der VEST-Eröffnungsfeier. Foto: Thomas Lohnes

Die "Riwo Singsing Group" bei der VEST-Eröffnungsfeier. Foto: Thomas Lohnes

"Brot für die Welt" und der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) bündeln ihre Kräfte. Erstmals gibt es ein von den evangelischen Hilfswerken gemeinsam geführtes Büro. Als Pilotprojekt wurde am 15. Juli 2009 mit einem Festakt die Verbindungsstelle (VEST) Pazifik in Madang eröffnet.

Konrad von Bonin, bisher Vorstandsvorsitzender des EED und Mitinitiator des Projekts, sagte bei der Eröffnung vor rund 50 Vertretern von Partnerorganisationen aus dem pazifischen Raum, dass der industrielle Raubbau an Rohstoffen und die Folgen des Klimawandels die Lebensgrundlagen der Menschen im Pazifik gefährden. Von Bonin sieht die Gefahr der Marginalisierung und Verarmung der Menschen auf Grund der rasant wachsenden Ausbeutung von Rohstoffen, wie Holz, Fisch, Nickel oder Gas, durch internationale Konzerne. Er rief die Partnerorganisationen dazu auf, gegen den Ausverkauf des Landes Widerstand zu leisten. Die Eröffnung des Büros bezeichnete er als "Zeichen der Solidarität, der ökumenischen Freundschaft und der langfristigen Kooperation". Er sagte, dass trotz der reichlichen natürlichen Ressourcen die Armut der Bevölkerung steige und deshalb schnelles Handeln notwendig sei.

In einer Grußbotschaft zur Eröffnung bezeichnete die Direktorin von "Brot für die Welt", Pfarrerin Cornelia Füllkrug-Weitzel, die Region als wichtiges Arbeitsfeld für die Hilfswerke. Der Pazifik sei ein Frühwarnsystem für die ganze Welt. Die ersten Inselbewohner hätten wegen des steigenden Meeresspiegels infolge des Klimawandels schon umgesiedelt werden müssen. Außerdem sei wegen der Abholzung und Rodung der letzte verbliebene Regenwald in Gefahr. Ebenfalls verwies sie auf die seit mehr als 100 Jahren bestehenden engen Verbindungen zu deutschen Kirchen.

Die VEST Pazifik mit acht Mitarbeitern unterstützt zwei Dutzend Partnerorganisationen in Papua Neuguinea, den Salomonen und Fidschi und sorgt für eine bessere Koordinierung und Umsetzung  der Entwicklungsaktivitäten. Die Fördermittel belaufen sich auf rund drei Millionen Euro pro Jahr. Die evangelischen Hilfswerke engagieren sich seit knapp 40 Jahren im Pazifik. Die Hilfe konzentriert sich heute auf den ländlichen Raum, besonders mit Blick auf den Klimawandel. Zu den Arbeitsfeldern zählen Landwirtschaft, Gesundheitsvorsorge, Frauenförderung oder HIV/Aids.

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