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Im Dorf Kalabogi am Fluss Shibsha werden Deiche als Küstenschutz gebaut. Foto: Jörg Böthling / Brot für die Welt

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In Bangladesch sind die Folgen des Klimawandels schon heute deutlicher zu spüren als in jedem anderen Land. Der „Brot für die Welt“-Partner CCDB unterstützt die Menschen dabei, sich an die veränderten Lebensbedingungen anzupassen.
Das riesige Ganges-Delta ist besonders anfällig für Überschwemmungen, immer wieder stehen weite Teile des flachen Landes unter Wasser. Wenn der Meeresspiegel infolge des Klimawandels weiter ansteigt, wird die Heimat von Millionen von Menschen in einigen Jahrzehnten komplett verschwunden sein. Schon heute sind die klimatischen Veränderungen im Ganges-Delta deutlich zu spüren: Immer häufiger kommt es zu Wirbelstürmen, Dürren und Überschwemmungen, eindringendes Salzwasser zerstört die Böden. So können viele Bauernfamilien trotz des tropischen Klimas nur noch eine Ernte jährlich einfahren.
Die Landwirtschaft stärken
Auch Sadananda Bain, ein 53-jähriger Kleinbauer aus Tungipara, leidet unter den salzigen Böden. Die Erträge seiner kleinen Reisfelder sanken in den letzten Jahren immer weiter; zuletzt reichten sie nicht einmal mehr aus, die fünfköpfige Familie das ganze Jahr hindurch zu ernähren. Dann erfuhr Sadananda von dem Projekt des „Brot für die Welt“-Partners CCDB, der Christlichen Kommission für Entwicklung in Bangladesch. Nachdem er Mitarbeitenden die prekäre Lage seiner Familie geschildert hatte, erhielt er von der Organisation 20 Kilogramm salztolerantes Saatgut.
Mit der Verbreitung salz- und dürretoleranter Sorten, dem Aufbau von Bewässerungs- und Entsalzungsanlagen sowie der Schaffung nicht landwirtschaftlicher Verdienstmöglichkeiten hilft CCDB der ländlichen Bevölkerung, sich an die veränderten Umweltbedingungen anzupassen. Um die Schäden künftiger Wirbelstürme möglichst gering zu halten, unterstützt die Organisation zudem den Bau von flut- und sturmsicheren Häusern sowie die Aufforstung der Küstenstreifen.
Gut vorbereitet in die Zukunft
Für Sadananda Bain hat sich die Hilfe gelohnt: Dank der Verwendung des neuartigen Saatguts hat er mehr Reis geerntet, als die Familie das Jahr über essen kann. So konnte er einen Teil der Ernte auf dem Markt verkaufen und mit dem Gewinn die Hütte seiner Familie sturm- und flutsicher machen. Inzwischen hat Sadananda auch anderen Bauern aus seinem Dorf gezeigt, wie sie mit dem neuen Saatgut erfolgreich Reis anbauen können – und dabei mehr ernten als zuvor.