Angefangen hat alles in kirchlich engagierten Kreisen und Gruppen, die sich für gerechten Handel mit den Ländern des Südens einsetzten. Weltläden, die GEPA und Transfair wurden gegründet. Heute bieten mehr als 150 verschiedene Firmen rund 1000 verschiedene Produkte mit dem Fairtrade-Siegel an, von T-Shirts, Kaffee über Bananen bis zu Fußbällen. In 10.000 gastronomischen Betrieben, 30.000 Supermärkten, in vielen Naturkostläden und in rund 800 Weltläden werden fair gehandelte Produkte angeboten. Hinzu kommen viele Fachgeschäfte, die fair gehandelte Blumen oder Teppiche mit dem GoodWeave-Siegel (ehemals Rugmark) verkaufen.
"Brot für die Welt" ist aktiv in den Fairhandelsstrukturen
- Das größte europäische Fairhandelshaus GEPA wird von sechs kirchlichen Gesellschaftern getragen, darunter seit 2007 auch "Brot für die Welt". In enger Kooperation mit dem Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) engagiert sich "Brot für die Welt" auch im Forum Fairer Handel, einem Netzwerk, das alljährlich im September bundesweit die „Faire Woche“ organisiert.
- "Brot für die Welt" ist Gründungsmitglied des Sozialsiegels "Rugmark", das sich für Sozialstandards in der Teppichherstellung einsetzt und sich explizit gegen ausbeuterische Kinderarbeit wendet. Seit 2010 trägt das Siegel den Namen "GoodWeave".
- Gemeinsam mit anderen Institutionen aus den Bereichen Entwicklungspolitik, Kirche und Verbraucherschutz hat "Brot für die Welt" 1992 die Siegelinitiative TransFair e.V. gegründet. Transfair wird in Deutschland von 36 Mitgliedsorganisationen getragen. TransFair handelt nicht selbst mit Waren, sondern vergibt das Fairtrade-Siegel an Firmen, die ihre Rohstoffe zu den international gültigen Fairtrade-Bedingungen einkaufen.
- Im Flower Label Programm (FLP) setzt sich "Brot für die Welt" gemeinsam mit Menschenrechtsorganisationen, Gewerkschaften, Blumenproduzenten und Blumenhändlern für eine menschwürdeige und umweltschonende Blumenproduktion vorwiegend in Kenia und Ecuador ein.
- Im Forum Fairer Handel, dem deutschen Netzwerk der Fairhandelsakteure, ist "Brot für die Welt" Mitglied und setzt sich dort für die Stärkung des Fairen Handels auf allen Ebenen ein. Das Forum Fairer Handel organisiert alljährlich im September die Faire Woche.
"Brot für die Welt" hat zudem die Aktion "Fairer Kaffee in die Kirchen" ins Leben gerufen, arbeitet in der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit zum Fairen Handel und unterstützt den Aufbau von Projekten und Partnern im Süden, die sich für den Fairen Handel qualifizieren wollen.