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In keinem anderen Land der Welt gibt es so viele HIV-Infizierte wie in Südafrika. Foto: Eric Miller
Mit dem "Aktionsbündnis gegen Aids" leisten Nichtregierungsorganisationen gemeinsam einen Beitrag zum weltweit geführten Kampf gegen die tödliche Krankheit.
Gegründet wurde das "Aktionsbündnis gegen Aids" von den deutschen Mitgliedern der internationalen "Ecumenical Advocacy Alliance" (Globales Ökumenisches Aktionsbündnis), zu denen auch "Brot für die Welt" zählt. Diese internationale Allianz von Kirchen und kirchennahen Organisationen will mit einer weltweiten Kampagne das Schweigen über Aids brechen und die Eindämmung der globalen Epidemie vorantreiben, um die Lebenssituation der Betroffenen zu verbessern.
Leid hinter der Statistik
2007 waren weltweit mehr als 33 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert, darunter 2,5 Millionen Kinder. 2,1 Millionen starben an der Krankheit; 330.000 waren noch keine 15 Jahre alt. Das sind nur die nackten, kalten Zahlen. Sie sagen noch nichts aus über das Leid der Menschen, das hinter diesen Statistiken steht: Kinder und Jugendliche, die ihre Eltern verloren haben; Alte, deren Kinder gestorben sind; Kranke, die sich keine Medikamente leisten können, die ihr Leid lindern würden.
Neue Kampagne: "Leben vor Pharmaprofit!"
Die neue Mitmachaktion unter dem Motto "Leben vor Pharmaprofit! Patente können tödlich sein" richtet sich gegen die Pharmakonzerne Abbott, Bristol-Myers Squibb und Gilead, die in Indien Patentanträge auf ihre Aids-Medikamente gestellt haben. Sollten diese genehmigt werden, würde das das Aus für dort hergestellte preiswerte Aids-Medikamente bedeuten. Nur diese aber können sich die Menschen in den Entwicklungsländern leisten. Beharren die Konzerne auf ihren Patenten, hätte das katastrophale Folgen: Hunderttausende Menschen würden ihre lebenswichtigen Medikamente nicht mehr erhalten.