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Mexiko

Grüne Oase inmitten der Ödnis

Fast 50 Prozent der Fläche Mexikos ist landwirtschaftlich nutzbar. Trotzdem müssen Mais, Weizen und Bohnen importiert werden.

Jesús León verbrachte eine Kindheit ohne Bäume und Vogelgezwitscher. 

1983 steckte León als 18-Jähriger seinen ersten Baumsetzling in die ausgelaugte Erde.

Der Leiter von CEDICAM ist stolz darauf, dass sich auch alte Menschen am Bäumepflanzen beteiligen. 

Bauern mit Vorkenntnissen zeigen ihren Nachbarn, wie man Gewächshäuser und holzsparende Öfen baut.

Viele Mixteken suchen ihr Glück in den nahegelegenen US-Metropolen.

 Der Kleinbauer Casiano Cortéz bezeichnet sich augenzwinkernd als "wiederverbäuerlichten Auswanderer".

Ehepaar Cortéz nutzt ein traditionelles Anbausystem, bei dem auf einem Feld Feldfrüchte gemischt werden.

Die Bauern von CEDICAM düngen mit eigenem Mischkompost sowie Wurmkompost.

Ein erster Schritt mit Hilfe der Zuschüsse: Die Familien können Gemüsesamen und Saatgut für Bäume kaufen.

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Was kostet wie viel?
Saatgut für 1.000 Obst- und Waldbäume
€ 50
Workshop zur Ausbildung von Promotoren
€ 120
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12,95 EUR (inkl. MwSt.)

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Das Hochland der Mixteken ist von Umweltzerstörung und Armut geprägt. Viele Familien wandern daher in die Städte oder in die nahe gelegenen USA ab. Die Organisation CEDICAM zeigt den Menschen, wie sie zur Erholung der Natur beitragen und ihr Land urbar machen können. Die Erfolge sind unübersehbar.

Jesús León verbrachte eine Kindheit ohne Bäume und Vogelgezwitscher. Denn das gab es damals nicht im "Land des Regens", wie der traditionelle Name des Mixtekenlands im Süden Mexikos lautet. Das Gebiet von der Größe Baden-Württembergs gleicht großenteils einer Mondlandschaft. Abholzung, Überweidung und unangepasste Landwirtschaft haben zu einer Bodenerosion weltweit einzigartigen Ausmaßes geführt. Viele Berghänge sind bis auf den Fels ausgewaschen, dazwischen gibt es nur wenige kümmerliche Mais- und Bohnenfelder.

Das Wort "Bäumepflanzen" kannte man nicht
1983 steckte León als 18-Jähriger seinen ersten Baumsetzling in die ausgelaugte Erde. "Mein Vater schüttelte den Kopf. Denn das Wort 'Bäumepflanzen' kannte man damals nicht", erinnert er sich. Inzwischen haben sich seiner Bewegung 1500 Bauern aus zwölf Dorfgemeinschaften angeschlossen. Organisiert sind sie seit 1997 im Verein CEDICAM, dem "Zentrum für Integrale bäuerliche Entwicklung des Mixtekenlandes". Vier Millionen Bäume haben León und Hunderte von Freiwilligen inzwischen gepflanzt. 200 000 neue kommen jährlich dazu. In einem Gebiet von 8000 Hektar Größe konnte damit die Erosion gestoppt werden.

Die Lage der Bauernfamilien verbessern
Dass er und seine Organisation einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten, ist für Jesús León ein schöner Nebeneffekt. Vor allem aber geht es ihm darum, die Lage der Bauernfamilien zu verbessern. Daher hat CEDICAM 27 ehrenamtliche "Promotoren" ausgebildet. Bauern aus der Gegend, die ihre Kenntnisse in nachhaltiger Landwirtschaft an andere Familien weitervermitteln: Sie zeigen, wie Gewächshäuser und holzsparende Öfen gebaut werden, lehren Komposttechniken und erklären, wie sich ohne teuren Kunstdünger reiche Ernten erzielen lassen.

Damit schafft CEDICAM eine Alternative zur weit verbreiteten Abwanderung. Gemäß Regierungsstatistik sind im Mixtekenland bis zu 60 Prozent der erwerbstätigen Bevölkerung emigriert. So gibt es im "Land des Regens" viele brachliegende Felder und zugleich mehr Armut als in anderen Regionen Mexikos. Auch León gibt zu, schon ans Auswandern gedacht zu haben. Doch er ist in seiner Heimat geblieben, um dort für ein besseres Leben zu kämpfen.

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