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Brot für die Welt

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Wirkungsdokumentation Inlandsarbeit

Entwicklungspolitische Kommunikation im Wandel der Zeit

Mit der Aktion "Fair Play for Fair Life" konnte "Brot für die Welt" zur Fußball-WM 2006 viele Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland aktivieren. Foto: Frank Schultze

Die Arbeit von "Brot für die Welt" wurzelt im Engagement der Gemeinden und der Spenderinnen und Spender. Die Kommunikation mit Spenderinnen und Spendern ist daher von Anfang an ein Fundament der eigenen Handlungsfähigkeit.

Während nach der Gründung des Hilfswerks das Motiv des christlichen Teilens und die Hilfe für Notleidende im Mittelpunkt standen, drängten in den 1970er Jahren kritische Stimmen darauf, auch politische Unrechtsverhältnisse als Ursache von Armut und Unterdrückung in den Blick zu nehmen. Mit der Frage "Hunger durch Überfluss?" löste "Brot für die Welt" Anfang der 1980er Jahre eine kontroverse Debatte aus über die Folgen unserer Landwirtschaftspolitik und unseres Konsumverhaltens auf die Ernährungssicherung in den armen Ländern. Und mit der viel beachteten "Aktion e" setzte sich "Brot für die Welt" für einen umweltfreundlichen Lebensstil ein.

In der Bildungsarbeit wurden zunehmend spezielle Angebote für unterschiedliche Zielgruppen gemacht. Junge Menschen sollten beispielsweise nicht nur interessiert, sondern auch aktiviert werden, wie z.B. mit den WM-Schulen zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Für eine breite Öffentlichkeit wurden erfolgreiche Kampagnen entwickelt, in denen die Verbindung zwischen Anliegen der Partnerorganisationen im Süden und Konsumentscheidungen in Deutschland deutlich wird. Die Einrichtung eines Advocacy-Referats im Jahr 1993 und dessen Ausbau zur Abteilung Politik und Kampagnen markierten den Beginn einer systematischen politischen Lobbyarbeit, die auf Gerechtigkeit für die Armen zielt.

"Brot für die Welt" als Impulsgeber und Verstärker
Als kirchliches Hilfswerk ist "Brot für die Welt" auf eine breite Spenderbasis angewiesen. Deshalb hat das Hilfswerk in der Vergangenheit nur vereinzelt politisch kontroverse Prozesse in Deutschland angeführt. Demgegenüber ist es "Brot für die Welt" gelungen, vorwärtsweisende Zeitströmungen aufzugreifen und in Kirche und Öffentlichkeit hineinzutragen. Der enge Kontakt zu Partnerorganisationen im Süden verschafft "Brot für die Welt" ein Alleinstellungsmerkmal unter deutschen Nichtregierungsorganisationen. "Brot für die Welt" ist es durch seine gewichtige öffentliche Präsenz und seine Glaubwürdigkeit gelungen, das öffentliche Bewusstsein für unsere weltweite Verantwortung immer wieder wach zu halten. Viele Menschen in Gemeinden und Gruppen sind durch die Informationsarbeit von "Brot für die Welt" motiviert und ermutigt worden, sich für Gerechtigkeit in der "Einen Welt" zu engagieren.

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