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Hohe Auszeichnung für die "Treatment Action Campaign" (TAC): Die Aids-Aktivisten aus Südafrika und langjährigen Projektpartner von „Brot für die Welt“ sind im Dezember 2009 in Berlin mit dem Menschenrechtspreis der Friedrich-Ebert-Stiftung geehrt worden. Mit dem Preis werde eine Organisation gewürdigt, die sich in besonderem Maße für die Wahrung des Menschenrechts auf Gesundheit engagiert, teilte die Stiftung mit.
Die Friedrich-Ebert-Stiftung lobte die1998 gegründete TAC: Seit mehr als zehn Jahren setzt sich die Kampagne mit etwa 16.000 ehrenamtlichen und 59 hauptamtlichen Mitarbeitern sowie 267 lokale Gruppen in Südafrika für HIV-infizierte Menschen ein, berät, informiert, klärt auf und kämpft mit besonderer Kraft für einen gleichberechtigten Zugang zu einem leistungsfähigen Gesundheitssystem. TAC habe sich den Herausforderungen im Kampf gegen die Immunschwächekrankheit stets mutig gestellt und dabei mit aller Deutlichkeit – auch gegen die damalige offizielle Politik der Regierung – das allgemeine Menschenrecht auf Gesundheit und Wohl eingeklagt.
TAC stehe damit nicht nur stellvertretend für das Selbsthilfepotential der Zivilgesellschaft, sondern auch für eine gelebte demokratische Kultur durch Einmischung in die Politik, hieß es weiter. Die Initiative sei Ausdruck einer wachen, lebendigen Zivilgesellschaft in Südafrika, die einen wichtigen Beitrag zur Demokratisierung leistet.
In einer Stellungnahme zur Preisverleihung erneuerte TAC seine Forderung, dass Hilfsorganisationen und Regierungen weltweit den Kampf gegen die Immunschwächekrankheit und die Unterstützung von Aids-Kranken in Südafrika aufrechterhalten. TAC fordert weiterhin den freien und kostenlosen Zugang zu Aids-Medikamenten.
Der „Brot für die Welt“-Projektpartner TAC arbeitet in einem Land, dessen Regierung Aids lange ignorierte. Erst im Oktober 2006 zeichnete sich die Kehrtwende in Südafrikas Gesundheitspolitik ab. Bis 2011, so lautet nun das Ziel der Regierung, sollen 80 Prozent der Betroffenen Zugang zu Aids-Medikamenten haben.
Videobotschaft von Zackie Achmat, Mitglied der Treatment Action Campaign: "Der Beitrag, den Brot für die Welt für TAC geleistet hat, hat uns erlaubt, Forschung, Erziehung und Aufklärung in die ärmsten Teile unseres Landes zu bringen. Brot für die Welt hat uns geholfen, uns über HIV und in Medizin fortzubilden. Und es hat uns geholfen, am Leben zu bleiben."