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Nach dem Zusammenbruch der Finanzmärkte im Herbst 2008 sind viele Unternehmen zum "business as usual" zurückgekehrt. Doch die Folgen der Finanzmarktkrise beeinträchtigen weiterhin die Lebensbedingungen von benachteiligten Bevölkerungsgruppen in Entwicklungs- und Schwellenländern.
Der von "Brot für die Welt" mit angestoßene Faire Handel zeigt, dass es im Sinne der Armutsbekämpfung effektiv ist, internationale Handelsbeziehungen an ethischen Standards auszurichten. Neben den Konsumenten mit ihren Kaufentscheidungen können auch Geldanleger Einfluss auf das globale Wirtschaftsgeschehen nehmen.
Damit an Kapitalmärkten entwicklungspolitische Aspekte stärker zur Geltung kommen, hat "Brot für die Welt" gemeinsam mit dem SÜDWIND-Institut für Ökonomie und Ökumene differenzierte Kriterien für die entwicklungspolitische Bewertung von Finanzanlagen ausgearbeitet. Diese Kriterien, die sich an den ökumenischen Werten "Gerechtigkeit", "Frieden" und "Bewahrung der Schöpfung" orientieren, sollen zum Einen wegweisende Impulse für eine zukunftsfähige Entwicklung der Finanzmärkte geben. Zum Anderen sollen private wie auch institutionelle Anleger ermutigt werden, ihr Vermögen zukunftsfähig und entwicklungsfördernd anzulegen – damit Wirtschaften dem Leben dient.